04.07.2018 | erstellt von Mona Marko

Der, der dem englischen Regen flieht

Das Jahr der Skilehrer besteht aus zwei Saisonen: der Ski-Saison und dem Warten-auf-die-Skisaison. Die schneefreien Monate sind für uns lediglich eine sinnlose Zwischenzeit des „Däumchendrehens“  und Gelangweiltseins“.

 

Wir tragen unsere Skischuhe während wir auf der Couch sitzen und fernsehen, wir verbringen ganze Tage damit Skivideos auf YouTube anzusehen, wir besuchen unsere Skier im Keller und streicheln sanft über sie, wir sitzen wochenlang vor dem Fenster, um auf die ersten Anzeichen des Winters zu warten. 

 

Und während wir von den Monaten des weißen Goldes, der perfekt-präparierten Pisten und der schön-gecarvten Schwünge träumen, stellen wir euch ein paar unserer Skilehrer vor und erzählen euch was sie im Sommer so machen. 

 

Den Anfang macht Josh. Seit zwei Jahren bei element3, hat er den Landesskilehrer, sowie den Landessnowboardlehrer in der Tasche - eine Meisterleistung. Und was tut ein Engländer um im Sommer den Britischen Regenwolken zu entkommen? Genau - er bleibt einfach auch nach dem Winter in der Gamsstadt und lebt das süße Bergleben. Er wandert, biked, schwimmt im See und spielt Golf. Aber Kaspressknödel, die isst Josh eher ungern - „Was haben sich die Österreicher mit dem Gestank nur gedacht?“, fragt er sich und bestellt lieber sein Schnitzel vom Kalb. 

 

 

Erzähl uns von deinem ersten Mal Skifahren…

Wir waren in Frankreich. Ich habe auf einer ganz flachen Piste begonnen, direkt vor unserem Chalet. Einer meiner ersten und besten Kindheitserinnerungen.

 

Was vermisst du am meisten am Winter und Skilehrern? 

Den Schnee und einfach den Winter mit all seinen Aspekten: ständig neue Leute kennenzulernen und die netten Gäste, die einfach nur Bock haben, Skifahren zu lernen.

 

Dein skifahrerisches Ziel? 

Ich möchte den Staatlichen Skilehrer und Snowboardlehrer schaffen, Landes bin ich schon in beidem. Mein größter Traum wäre es dann als Skilehrer selbstständig zu werden. Egal wo, einfach irgendwo in den Bergen.

 

Was machst du, wenn der Sommer unerträglich wird und du einfach nur Skifahren möchtest?

Dann geht’s ab auf den Hintertuxer Gletscher.

 

Warum hast du dich dazu entschieden, auch im Sommer in Kitzbühel zu bleiben? 

England ist ganz schön deprimierend im Sommer - es gibt nicht gerade viel Sonne dort.  

 

Wie sieht dein Alltag in Kitzbühel aus? 

Ein normaler Tag startet bei mir um ca. 8:00 Uhr. Ich spiele zuerst eine Runde Golf mit Freunden, chille am Schwarzsee, versuche ein paar Kilometer am Rad zu fahren, dann ein paar Stunden relaxen und dann geht’s zu Arbeit. Ich arbeite als Koch in einem Kitzbühler Lokal.

 

Drei Orte, die jeder Mensch in Kitzbühel gesehen haben muss? 

Den Schwarzsee, die Streif (und zwar auch Mal im Sommer zu Fuß rauf oder runter zu gehen) und die wunderschöne Vorderstadt

 

Dein Lieblingsgericht der österreichischen Küche? 

Schnitzel vom Kalb - kann teuer werden aber es ist immer wieder gut.   

 

Gibt’s ein österreichisches Gericht, das du gar nicht magst?

„Kaspressknödelsuppe“ - keine Ahnung, was sich die Österreicher dabei gedacht haben

 

Das beste Restaurant in Kitzbühel? 

Als Skilehrer habe ich das Glück, mich durch sämtliche Restaurants zu essen. Meine Top 3 sind die Panorama Alm, das Berghaus Tirol und das Restaurant Steinbergkogel, inklusive der Gipfel Bar nebenan. 

 

Verrate uns eine schöne Wanderung in Kitzbühel? 

Die beste Aussicht hat man definitiv, wenn man zum berühmten Schleierwasserfall wandert. Von dort aus sieht man oft von Schnee angezuckerte Berggipfel, bunte Blumenwiesen und natürlich die ein oder andere Kuh, die vor sich hingerast. 

 

Wie hältst du dich über den Sommer fit, um zu Beginn der Skisaison wieder voll durchstarten zu können?

Ich trainiere vor allem meine Beine - durchs Radfahren, Wandern und andere Sportarten. Der Sommer ist dafür da, sich durch verschiedenste Aktivitäten fit zu halten - ins Fitnessstudio würde ich aber nie gehen. Warum auch, wenn es draußen so viele Möglichkeiten gibt?

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