08.12.2017 | erstellt von Yannik Lanzendorf

Die kreative Abenteurerin

„Mein erster Gast war ein fünfjähriger autistischer Junge, mit dem ich drei Tage gefahren bin. […] Es war nicht einfach, aber ich hab mein Bestes gegeben und am Ende geschafft, dass der Junge richtig Spaß hatte.“ erzählt Mona stolz. Seitdem sind sieben Jahre vergangen. In der Zwischenzeit hat Mona maturiert, ist fast zwei Jahre allein um die Welt gereist, Staatliche Skilehrerin geworden und hat angefangen, Journalismus in München zu studieren. Wenn sie nicht auf der Piste unterwegs ist, schreibt sie als Gastautorin für Online-Magazine, Zeitschriften oder stellt unsere Skilehrer im element3 Blog vor.

Wievielen Menschen musstest Du deinen Skilehrerausweis zeigen, um zu beweisen, dass Du mit 20 Jahren schon Staatliche Skilehrerin bist?
(lacht) Niemandem. Ich besitze nicht mal einen Skilehrerausweis, der einzige Beweis ist das Zeugnis und der Adler (die hab ich natürlich nie dabei)

Wieso bist Du Staatliche Skilehrerin geworden?
Gute Frage; mir wurde das ganze in die Wiege gelegt: mein Papa ist selbst Staatlicher, meine Mutter war auch mal Skilehrerin, mein Bruder ist im ÖSV - also das Ganze liegt in der Familie. Außerdem bin ich selbst Rennen gefahren, war im Skiinternat im Stubaital, war Skilehrerin in Australien - mit diesem Background ist der Staatliche einfach ein Muss.

Kitzbühel oder München - Wo bist Du am liebsten?
Ich liebe natürlich beides. Ich bin in den Bergen großgeworden und liebe das Skifahren, aber ich muss ganz ehrlich sagen: ich bin ein Stadtmensch. Ich liebe es jeden Tag neue Menschen zu sehen, in gute Restaurants zu gehen, Museen zu besuchen,…

Dein bestes Erlebnis als Skilehrerin?
Die Skishow mit element3 - davon Teil zu sein ist schon echt cool.

Lieblingshütte am Berg?
An schönen Tagen: Sonnenrast Terrasse um zu in der Sonne zu liegen, normal zum Mittagessen: Bärenbadalm in Jochberg

Lieblingspiste
Streif und Steinbergkogel (beide ganz in der Früh, vor allen anderen)

Das Geheimnis um Skiprofi zu werden?
Eine 100%ige Leidenschaft und Hingabe und ganz ganz viel Spaß

Was machst Du im Sommer?
Studieren, als Texterin und Journalistin arbeiten und mega viel reisen

Der perfekte Skitag…
wäre definitiv mit meinem Bruder. Der ist immer auf Rennen und nie zu Hause. Das heißt, wenn er mal Zeit hat mit mir Ski zu fahren, dann würde das so aussehen: erste Gondel, Sonnenschein, die Streif runterracen, wieder hoch, Tiefschnee fahren, Buckelpiste, Heiße Schoki, Kaiserschmarrn, in der Sonne liegen,… ein Traum!

Powder oder präparierte Piste?
Beides!

Gröstl oder Germknödel?
Germknödel.

Tourengehen oder Lift nehmen?
Schon wieder eine Offenbarung: ich war noch nie Tourengehen. Lift fahren mag ich aber auch nicht, weil’s mich nervt - ich bin immer so ungeduldig und will einfach nur Skifahren.

Der perfekte Ski?
Du hast mich ertappt. Ich bin wohlmöglich eine der wenigen Staatlichen Skilehrer, die sich weder für die verschiedenen Arten von Skiern interessiert noch was darüber weiß. Aber ein Muss ist, dass es ein Fischer ist. Ich gehe bei Skiern eher nach der Optik. Der schwarze, schlichte Fischer Jugendracer von letztem Jahr ist echt schön anzusehen. (lacht)

Schonmal Snowboarden probiert, wenn ja, wie war’s?
Als Staatlicher Skilehrer muss man den Snowboard Anwärter machen und beim Landessnowboardlehrer Kurs teilnehmen. Also ich bin Anwärter, aber hab keine Ahnung wie ich das damals geschafft habe: ich hab definitiv null Talent.

Kannst du dich an deinen ersten Tag als Skilehrerin erinnern? Wenn ja, erzähl davon!
Ich war 14, mein erster Gast war ein fünfjähriger autistischer Junge, mit dem ich drei Tage gefahren bin. Der Vater des Sohnes war auch dabei. Es war nicht einfach, aber ich hab mein bestes gegeben und am Ende geschafft, dass der Junge richtig Spaß hatte. Das hat mich schon stolz gemacht.

Für immer Kitzbühel?
No way! Ich liebe Kitzbühel. Aber mich reizen große Städte und fremde Länder! Auf jeden Fall komm ich trotzdem immer wieder gerne zurück: immerhin lebt meine Familie in Kitz und hier hab ich meine Ski gehortet. (lacht)

 

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